ElbschulEltern

Gebärdensprache als Wahlpflichtfach

Mit den Händen sprechen lernen.

Mit den Händen sprechen lernen.

In einer gemeinsamen Pressekonferenz stellten am vergangenen Donnerstag die SPD- und Grünen-Bürgerschaftsfraktionen ihren Antrag vor. Er sieht vor, dass „an allen Schwerpunktschulen, die Kinder mit dem Förderschwerpunkt Hören unterrichten, auf Antrag der Schule das Wahlpflichtfach „Deutsche Gebärdensprache“ einzurichten.“

Bitte auf das Foto klicken, um den Hamburg1-Beitrag zu sehen.

Dazu Barbara Duden, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion: „Mit der Einführung der Gebärdensprache als Wahlpflichtfach an Hamburger Schwerpunktschulen setzen wir ein klares Zeichen für die Inklusion, nicht nur in der Schule, sondern in unserer Gesellschaft insgesamt. Unsere Initiative soll dazu beitragen, bereits im Kindesalter eine Brücke zwischen Hörenden und Nicht-Hörenden zu bauen. “ Link zur gemeinsamen Pressemitteilung

Erstaunlich ist die Antwort der CDU unter dem Tenor „Maßlose Forderungen nach neuen Schulfächern stoppen“. Im Namen der CDU-Bürgerschaftsfraktion fordert deren schulpolitische Sprecherin, Karin Prien, den rot-grünen Senat auf, „lieber die Forderungen aus dem Positionspapier des Hamburger Bündnisses Schulische Inklusion zur Situation hörbehinderter Schüler ernst zu nehmen, statt die Schulen weiter zu überladen.“ Link zur kompletten Pressemitteilung

Am kommenden Mittwoch, 8. Juli 2015, wird die Bürgerschaft in ihrer Sitzung über diesen Antrag entscheiden. Wir sind weniger gespannt auf das Abstimmungsergebnis – das sollte bei der rot-grünen Mehrheit sicher sein – als auf die anschließende Umsetzung: Welche Schulen machen sich auf den Weg? Welche Unterstützung erhalten sie von der Behörde für Schule und Berufsbildung? Woher kommen die qualifizierten Lehrkräfte bzw. wer bildet sie aus / weiter?