ElbschulEltern

Ergebnisse aus unserer Online-Umfrage ÜBERGÄNGE

Anlässlich unserer heutigen Inklusionsveranstaltung „Übergänge und ihre erfolgreiche Gestaltung“ hatten wir Mitte September Eltern aufgefordert, an unserer anonymen Umfrage teilzunehmen. Mit sechs Frageblöcken wollten wir ein Stimmungsbild unter Hamburger Eltern erheben,

  • wie sie die Phase der Schulauswahl und des Schulübergangs erlebt haben und
  • wie die Übergänge für ihre Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf gestaltet werden.

49 Familien haben teilgenommen und die Auswertung zeigt wirklich ein vielschichtiges Stimmungsbild. Die ausführliche Darstellung der Ergebnisse steht hier als PDF-Download zur Verfügung.

2017-11-Ergebnisse-Umfrage-Übergänge

 

Unser Fazit

 

Das positive Ergebnis der letzten Frage “Wie sind Sie heute mit Ihrer Schulwahl zufrieden?” stimmt uns zuversichtlich, zeigt es doch, dass Inklusion in Hamburg auf einem guten Weg ist. Es darf aber nicht dafür genutzt werden, die Aussagen über den Aufwand und die Belastung aller Beteiligten im Übergangsprozess zu relativieren!

 

Die vielfältigen Elternaussagen zeigen durchgängig ein sehr hohes Elternengagement. Es ist selbst-erklärend, dass vor allem diese engagierten Eltern an unserer Umfrage teilgenommen haben. Doch dürfen Inklusion und Bildung nicht abhängig von ihrem Einsatz sein!

 

Zusätzlich scheint ein reibungsloser Übergang nach wie vor stark vom Inklusionsverständnis und Engagement einzelner Menschen, sei es ErzieherInnen, SonderpädagogInnen oder Schulleitungen, abhängig zu sein. So haben einige Familien Glück, auf die ‚richtigen‘ Menschen zu stoßen – und andere halt nicht.

 

Aus unserer Sicht fehlen

  • Strukturen und Vernetzung, damit Informationen leicht zugänglich sind und widersprüchlich empfundene Aussagen von Anfang an verhindert werden,
  • klare Kommunikationswege und Zuständigkeiten, damit Aufwand und Belastung reduziert und Vertrauen aufgebaut werden,
  • allgemein gültige und nachvollziehbare Prozesse sowie Qualitätskriterien, die für alle verbindlich sind.

Dazu gehören auch Offenheit und Dialog auf Augenhöhe. Erst dann können wir unsere Kinder auf ihren Weg begleiten und können sie ihr Recht auf inklusive Bildung wahrnehmen.

 

Als Selbsthilfe- und Elterngruppen werden wir von anderen Eltern bereits als Informationsquelle und kompetenter Gesprächspartner wahrgenommen (vgl. Seite 2 und 3). Wir hoffen sehr, dass unsere Umfrage und das hier vorgestellte Stimmungsbild zu einem konstruktiven Dialog aller Beteiligten in Hamburg über den Übergangsprozess führen werden.

 

Als Initiatoren dieser Umfrage freuen wir uns über jede Form der Rückmeldung!